Pfarrkirche St. Oswald

Das heutige Sankt-Oswald-Heiligtum ist Otterswangs zweiter Kirchenbau. Der erste dürfte im späten 11. oder frühen 12. Jahrhundert errichtet worden sein.
Der Grundstein für das neue Sankt Oswald, der der 70 jährige Stiftsbaumeister Jakob Emele entworfen hatte, wurde von Abt Josepf Krapf (1775-1791) am 27. Juni 1777 gelegt. Zur Kirchweihe am 7. Juli 1786 kam der Konstanzer Bischofsvikar Wilhelm Joseph Leopold Willibald von Baden, der die Dorfkirche zu Ehren Jesu Chrisi und Sankt Oswalds konsekrierte.

Die Fresken im Sakralraum veranschaulichen Szenen aus dem Leben des Ortspatrons Oswald, der 634-642 im englischen Nordumbrien regiert hat. Vor dem Chorbogen ist zu sehen, wie er die Missionspredigt des Glaubensboten Aidan von Jona und Lindisfarne in die Muttersprache seines Volkes übersetzt. Im Hintergrund heidnische Opferstätten und christliche Kirchen.
Das Rocaillegemälde über der Argenempore führt den bereits im Weingartner Bertholdsmissale bezeugten Oswald als Wohltäter vor Augen. Im Deckengemälde ist der Kampf bereits zu Ende, die Schlacht geschlagen. Oswald, dessen Truppen gefallen sind, ist in Gefangenschaft geraten und wird niedergemetzelt. Penda, noch hoch zu Roß, schaut triumphierend zu.

Die Nischenfigur im Volutengiebel der Westfassade stellt den örtlichen Kirchenpatron Oswald dar.

Quelle: Verschiedene Publikation von Pfarrer Dr. Otto Beck