Ölbergkapelle an der Biberacher Straße

Wenn wir zu Fuß den Ölberg hinauf wandern so treffen wir an der höchsten Stelle unsere Ölbergkapelle. 

An diesem Standort stand vor dem Jahre 1748 die Schächerkapelle. Diese Kapelle wurde gegen Kleinwinnaden verlegt – Auf dem Grundstück des ehemaligen Wirtshauses „Schussental“. Wobei sie dort um 1900 niedergelegt wurde. Das darin befindliche übergroße Kruzifix finden wir heute am Haus der Fam. Burger Kleinwinnaden. 

Am 24. August 1748 wurde bei dem oberen Tor, welches 1837 niedergelegt wurde, der Weg für die Ölbergkapelle und  die Kreuzwegstationen abgesteckt und gleich darauf mit dem Bau begonnen. Am 4. September des gleichen Jahres wurde der Stationsablass verbunden mit einer Prozession abgehalten. Der komplette Konvent nahm daran teil. Während diesem Gnadenakt fing es entsetzlich an zu stürmen und zu schneien. Den Actum führte R.P. Franz Schmidhauser, Guardian zu Saulgau. Ende August 1749 wurde dann die Ölbergkapelle fertig gestellt.  
Der Pfarrer Laurentius Loewe (1805 – 1843) lies 1812 die Figuren anfertigen. Die Ölbergskulpturen (links) wurde durch Bildhauer Lott Rottenburg geschnitzt und von Maler Walz gefasst. Der Kerkerchristus (rechts) wurde von Maler Maier gefasst. 

Durch das Komplexlastablösungsgesetz von 1865 kam der Ölberg in den Besitz der Kirchengemeinde.  

1956 wurden beide Skulpturen vom Kirchenmaler Heber Schussenried neu gefasst. Das Gebäude erhielt durch Gipsermeister Mösle einen neuen Verputz. Die Gitter wurden durch den Kirchenpfleger Wiedmer erneuert und Schreinermeister Jans fertigte neue Kniebänke an.  

Zur Jubiläumsfeier 1983 wurde diese Kapelle 1982 umfangreich saniert.
Walter Hermanutz

Anmerkung der Kirchenpflege:   Erneuerung des Anstrichs und kleine Ausbesserungen in 2017.